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Für das ZE-Budget-Desaster 2000, das den Praxen ins Haus steht, weil die Ausgaben im Jahr 1999 als Basis herangezogen werden sollen und damit 15 bis 20 Prozent an Volumen fehlen, dürfen sich die Zahnärzte bei ihren KZV-Standesfürsten "bedanken". Das haben die Berufspolitiker den Zahnärzten mit der "Abzocker-Kampagne" aus dem Jahr 1998 "beschert", wo man beim Streit um den 1,7fachen GOZ-Faktor auch "im Recht war", aber es nicht durchsetzen und schon gar nicht öffentlich klar machen konnte. Zahnärzte und Bevölkerung waren daraufhin 1999 verunsichert. Hinzu kam Anfang 1999 die leidige und völlig falsche Aufforderung der KZVen, mit ZE-Behandlungen vorerst zu warten, bis man sich mit den Kassen einig sei, HVMs erstellt habe etc. Die Folge: Das ZE-Budget konnte, als es im Herbst endlich wieder losging, nicht mehr ausgeschöpft werden und so fehlen weitere 15 bis 20 Prozent dieses Jahr an Budget. Und ein Budget an sich ist schon schlimm. Situation wird jede Praxis viel Geld kostenEine schlimme Situation, die da von den KZV-Funktionären heraufbeschworen wurde und die jede Praxis viel Geld kosten wird. Nun, Anfang 2000, stehen wir vor der gleichen Situation. Wieder geht es darum, einen Rechtsstandpunkt durchzusetzen - die 5-Prozent-ZE-Kürzung sei Anfang 2000 ausgelaufen -, wieder mag man Recht haben. Aber man kann es bei den Krankenkassen und im Gesundheitsministerium, dem Gesetzesschreiber, wieder nicht durchsetzen und erst recht öffentlich nicht klar machen. Wieder kündigen die Kassen eine Abzocker-Kampagne gegen die Zahnärzte an, wieder fordern KZV-Chefs die Zahnärzte auf, eine Brückenversorgung um zwei bis drei Monate hinauszuschieben, bis "mit den Kassen klare Verhältnisse herrschen". Wieder dringen diese Funktionäre darauf, beim Patienten die 5 Prozent trotz der Widerstände aus Kassen, BMG und Öffentlichkeit einzufordern - und schon stehen in wenigen Wochen die Zahnärzte dann öffentlich wieder im Abseits. Die Folge: Die Patienten bleiben verunsichert den Praxen fern. Zahnärzte trauen sich nicht, über ZE-Versorgungen und erst recht nicht über Mehrkostenleistungen mit den Patienten zu reden. Der Schaden wird so viel größer werden. Ein "Krieg" ohne Truppen, Waffen und Strategie ist verloren, bevor er begonnen hatWer "Krieg" in der Öffentlichkeit führen will, wie von der KZBV angekündigt, muss erstens Truppen dazu haben - in der 5-Prozent-Aktion werden wie bei der 1,7fachen-Faktor-Aktion gerade 10 bis 20 Prozent Zahnärzte mitmachen. Er muss Waffen haben - und die liegen in diesem Fall allein auf der anderen Seite, bei Krankenkassen und Ministerium, von Aufsichtsanordnungen über Sozialgerichte bis zu Schiedsämtern. Vor allem aber müsste eine Strategie da sein. Von dieser ist leider überhaupt nichts zu sehen. Nichts schädigt den Zahnarzt derzeit mehr als eine drohende neue Abzockerkampagne. Sie stört das Vertrauensverhältnis zwischen Zahnarzt und Patient, zum Beispiel im Werben um eine bessere Zahnheilkunde, in der Mehrkostenvereinbarung bei Füllungen und Zahnersatz. Und dort liegt die Chance für die Praxen, die Budgetzwänge zu überwinden. Dort brauchen die Zahnärzte Hilfe von ihren Körperschaften - und nicht einen neuen Krieg, der schon verloren ist, bevor er begonnen hat. |