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dpa-Meldung vom 10.11.98:
Zahnärzte kündigen Widerstand gegen Bonner Gesundheitspläne an
Die Zahnärzteschaft will gegen die gesundheitspolitischen Pläne der neuen Bundesregierung massiven Widerstand leisten. Das kündigte am Dienstag der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Karl Horst Schirbort, in Hannover an. Der von der rot-grünen Koalition vorgelegte Entwurf für ein Gesetz zur Stärkung der Solidarität der gesetzlichen Krankenversicherung sei ein "Rückfall in die Steinzeit von Planwirtschaft und bürokratischer Kontrolle".
Die Zahnärzte könnten nicht darauf hoffen, dagegen etwas mit weiterem Entgegenkommen zu erreichen, sagte Schirbort. "Wir kommen nur durch eine geschlossene Widerstands-politik wieder ins Gespräch." Die Zahnärzte müßten endlich wieder eine "angemessene Vergütung" für ihre Leistungen erhalten. "Das geht nicht mit einer Anpassungspolitik oder einer Politik der Vernunft." Schirbort kritisierte, die Zahnärzte sollten für begrenzte Mittel unbegrenzte Leistungen erbringen und zu "ruinösen Preisen" arbeiten. "Wir müssen deutlich machen, daß wir uns nicht weiter ausbeuten lassen." [...]
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zm Nr.22 vom 16.11.98:
Gegen die Stimmungsmacher
Dr. Karl Horst Schirbort und Dr. Peter Kuttruff
[...] Dabei muß man wissen, daß sich alle Delegierten zunächst im Wesentlichsten einig waren: Daß es keine Alternativen der zahnärztlichen Berufspolitik zum System der Vertrags- und Wahlleistungen gibt und daß man mit klaren Positionen, mit Vorsicht und Dialog-bereitschaft auf die neue Bundesregierung zugehen müsse. Aber eine ganze Reihe von vorstandskritischen KZV-Vorsitzenden wollte ihre Eigenschaft als Delegierte der VV nutzen, um im eigenen Interesse entgegen satzungsmäßigen Regelungen mehr Mitspracherecht (und damit mehr Macht) an der politischen Arbeit der KZBV zu erhalten. [...]
Die KZBV hat - auch Dank der Entscheidungen der Vertreterversammlung in Dortmund - einen klaren Kurs und wird auch unter den neuen Gegebenheiten mit der bewiesenen, unter Seehofer leider nicht honorierten Kompromißfähigkeit ihre Aufgaben erfüllen. Wir rufen deshalb auf, das unnötige Nachkarten zu beenden und gemeinsam die kommenden Schwierigkeiten anzugehen, der KZBV-Vorstand ist bereit dazu.
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